Dieser Beitrag wurde mit dem KI-Assistenten Claude erstellt und von Peter Hoenig veröffentlicht.

Zwei Teams bekommen dieselbe Aufgabe. Das eine bespricht kurz, was es schon weiß, und setzt die bewährte Lösung um. Das andere spricht zuerst mit den Betroffenen, hört genau hin und probiert dann etwas Neues im Kleinen aus. Beide arbeiten fleißig – aber aus einer ganz anderen Haltung heraus. Die Theorie U nennt das die Qualität der Aufmerksamkeit. Mit meinen U-Profil-Fragebögen können Organisationen und Einzelne einschätzen, wie sie heute wahrnehmen, wie gut sie den Weg zu Neuem beherrschen und was sie dabei bremst.
Auf einen Blick
- Das U-Profil beruht auf der Theorie U von C. Otto Scharmer.
- Es zeigt, aus welchen vier Feldern der Aufmerksamkeit heraus wahrgenommen und gehandelt wird – von der Gewohnheit bis zum Schöpferischen.
- Es schätzt die fünf Schritte des U-Prozesses ein und benennt, was bremst.
- Es gibt einen Bogen für Organisationen und einen für Einzelpersonen, jeweils mit optionalem Wunschbild.
- Beide Fragebögen sind kostenlos, laufen im Browser und übertragen keine Daten.
Das Modell dahinter
C. Otto Scharmer, Dozent am Massachusetts Institute of Technology, geht davon aus, dass die Qualität der Ergebnisse von der Qualität der Aufmerksamkeit abhängt, aus der heraus Menschen handeln. Er unterscheidet vier Felder:
- Gewohnheit: Man bestätigt, was man schon weiß.
- Sachlich: Man achtet auf Fakten und ringt um das beste Argument.
- Empathisch: Man sieht mit den Augen der anderen.
- Schöpferisch: Man nimmt gemeinsam wahr, was entstehen will.
Alle vier haben ihren Platz – Gewohnheit spart Kraft, Sachlichkeit schafft Klarheit. Hilfreich ist, je nach Lage zwischen ihnen wechseln zu können. Für Veränderungen in Gruppen beschreibt Scharmer den Weg durch das U in fünf Bewegungen: gemeinsam beginnen, gemeinsam wahrnehmen, innehalten, gemeinsam erproben und in die Welt bringen. Was diesen Weg bremst, fasse ich bei Organisationen als vier Lernbarrieren und bei Einzelnen als die drei inneren Stimmen zusammen, die Scharmer beschreibt. Mehr zum U-Prozess selbst lesen Sie im Beitrag Theorie U im Coaching.
Was die Fragebögen erfassen
Teil 1 – Felder der Aufmerksamkeit: in acht Alltagssituationen. Für Organisationen sind das Zuhören, Besprechungen, Entscheiden und Führen, Organisieren und Abstimmen, Kunden und Partner, Lernen, Störungen und Krisen sowie Neues und Innovation; für Einzelne Zuhören, Gespräche, Entscheidungen, Zusammenarbeit, Lernen, Krisen und Umbrüche, Neues gestalten und die innere Haltung.
Teil 2 – Schritte im U-Prozess: Wie gut gelingt es, gemeinsam zu beginnen, wahrzunehmen, innezuhalten, zu erproben und Bewährtes zu verankern?
Teil 3 – Was bremst: Bei Organisationen vier Lernbarrieren – nicht erkennen, was man sieht; nicht sagen, was man denkt; nicht tun, was man sagt; nicht sehen, was man tut. Bei Einzelnen die drei inneren Stimmen des Urteilens, des Zynismus und der Angst. Hier gilt: Je höher der Wert, desto stärker bremst es.
Der Bogen für Organisationen umfasst ausführlich 96 Aussagen (etwa 15 Minuten), in der Kurzfassung 50 (etwa 8 Minuten); der persönliche Bogen 93 bzw. 48 Aussagen. Auf Wunsch geben Sie zusätzlich an, wie es sein sollte, und wie es heute unter Druck tatsächlich ist – nach Scharmer fallen Wahrnehmung und Gespräch dann leicht in die Gewohnheit zurück. Zu jeder Aussage zeigt ein Beispiel, was eine Antwort im Alltag bedeutet.
Das Ergebnis
Das Profil zeigt die Anteile der vier Felder – bei gleicher Verteilung hätte jedes 25 Prozent – und für jedes Thema, welches Feld dort am stärksten ist. Die Schritte im U-Prozess erscheinen als Zustimmung in Prozent, mit einer Anregung für den schwächsten Schritt. Bei den Bremsen zeigt der Vergleich von heute und gewünscht, wo der größte Hebel liegt; zu jeder Bremse gibt es einen Hinweis, was ihr entgegenwirkt, etwa Neugier gegen das vorschnelle Urteil. Eine grobe Zuordnung der Felder zu den Wertesystemen nach Clare W. Graves ist als eigene Einordnung gekennzeichnet.
Daten und Hinweise
Die Fragebögen laufen vollständig in Ihrem Browser. Ihre Antworten werden weder an mich noch an andere übertragen. Sie können jederzeit einen Zwischenstand als Datei auf Ihrem Gerät speichern, das Ergebnis drucken, als PDF sichern oder als Datei aufbewahren. Beide Bögen sind kostenlos und stehen als freie Software unter der GPL zur Verfügung:
Wer zusätzlich die Werte betrachten möchte, findet beides zusammen im Werte-U-Kompass.
Die Fragebögen sind Erprobungsfassungen und nicht wissenschaftlich validiert. Sie dienen der Orientierung und als Anlass für das Gespräch. Die Theorie U nutze ich als Reflexions- und Gesprächsmodell, nicht als Diagnoseinstrument; Coaching ersetzt keine Psychotherapie.
Fazit
Wer weiß, aus welcher Haltung heraus er wahrnimmt und entscheidet, kann sie bewusst wechseln – und Neues entstehen lassen, statt nur das Bekannte zu wiederholen. Ich freue mich über Rückmeldungen zu den Bögen. Wenn Sie das Ergebnis besprechen oder einen Veränderungsprozess nach der Theorie U gestalten möchten, begleite ich Sie gern im Business Change Management und in der Teamentwicklung. Sprechen Sie mich im kostenfreien Erstgespräch an.
Quellen: Scharmer, C. O. (2007): Theory U. Leading from the Future as It Emerges. Cambridge, MA: Society for Organizational Learning. – Scharmer, C. O. (2009): Theorie U – Von der Zukunft her führen. Heidelberg: Carl-Auer.
Weiterdenken
Mehr zum Thema finden Sie unter Ressourcen und Downloads – oder Sie sprechen direkt mit mir im kostenfreien Erstgespräch.
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