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Riemann-Thomann-Kreuz: Nähe, Distanz, Dauer, Wechsel

Nähe, Distanz, Dauer, Wechsel: wie das Riemann-Thomann-Modell hilft, sich selbst und andere besser zu verstehen – mit dem kostenlosen Editor.

Von Peter Hoenig · · 3 Min. Lesezeit

Dieser Beitrag wurde mit dem KI-Assistenten Claude erstellt und von Peter Hoenig veröffentlicht.

Riemann-Thomann-Kreuz mit den Achsen Nähe–Distanz und Dauer–Wechsel; Selbstbild, Fremdbild, Wunschbild und „unter Druck“ zweier fiktiver Personen, verbunden durch Linien

Die eine braucht feste Abläufe, der andere liebt spontane Wechsel. Die eine sucht Austausch, der andere arbeitet am liebsten allein. Solche Unterschiede führen in Teams und Partnerschaften oft zu Reibung – und sind doch auch eine Stärke, denn sie ergänzen sich. Das Riemann-Thomann-Kreuz gibt diesen Unterschieden einen Rahmen, in dem man ohne Vorwurf über sie sprechen kann.

Auf einen Blick

  • Das Modell beschreibt vier Grundbedürfnisse auf zwei Achsen: Nähe und Distanz, Dauer und Wechsel.
  • Jeder Mensch trägt alle vier in sich – unterschiedlich stark ausgeprägt.
  • Es geht auf Fritz Riemann zurück und wurde von Christoph Thomann für die Klärungshilfe weiterentwickelt.
  • Der kostenlose Riemann-Thomann-Editor zeigt Selbstbild, Fremdbild, Wunschbild und das Verhalten unter Druck.

Ziel der Methode

Die waagerechte Achse reicht von Nähe (Verbundenheit, Harmonie, Vertrauen) bis Distanz (Eigenständigkeit, Klarheit, Sachlichkeit), die senkrechte von Dauer (Ordnung, Verlässlichkeit, Planung) bis Wechsel (Spontaneität, Neugier, Kreativität). Wo jemand im Kreuz steht, sagt nichts über richtig oder falsch – nur darüber, was ihm oder ihr besonders wichtig ist. Je weiter außen, desto stärker die Tendenz; in der Mitte liegt ein Ausgleich.

Spannend wird es im Vergleich: Wie sehe ich mich, wie sehen mich andere? Wo möchte ich hin? Und wohin rutsche ich unter Druck – meist weiter in meine Richtung, bis aus einer Stärke eine Übertreibung wird? Im Team zeigt das Kreuz, warum zwei Menschen sich aneinanderreiben, und hilft, Vereinbarungen zu finden, die beiden gerecht werden.

Woher die Methode kommt

Der Psychoanalytiker Fritz Riemann beschrieb 1961 in seinem Buch „Grundformen der Angst“ vier grundlegende Strebungen des Menschen, die sich als Gegensatzpaare gegenüberstehen. Der Schweizer Psychologe Christoph Thomann formte daraus gemeinsam mit Friedemann Schulz von Thun ein Modell für die Klärungshilfe, das Konflikte als Ausdruck unterschiedlicher Bedürfnisse verständlich macht. Bekannt wurde es vor allem durch die Kommunikationspsychologie von Schulz von Thun.

So wird mit dem Kreuz gearbeitet

  1. Die vier Pole erklären – mit Beispielen aus dem eigenen Alltag.
  2. Das Selbstbild einzeichnen: Wo stehe ich?
  3. Weitere Perspektiven ergänzen: So erleben mich andere, dahin möchte ich, so reagiere ich unter Druck.
  4. Im Team oder zu zweit vergleichen: Wo ergänzen wir uns, wo reiben wir uns?
  5. Vereinbarungen treffen, die die Bedürfnisse aller berücksichtigen.

Mit dem Riemann-Thomann-Editor arbeiten

  • Markierungen: Selbstbild, Fremdbild, Wunschbild und „Unter Druck“ auf das Kreuz ziehen und mit dem Namen versehen. Linien verbinden die Markierungen einer Person; die Lage steht in Worten und in Prozent daneben.
  • Beobachtungen: je Feld Kärtchen für Bedürfnisse, Stärken oder Konfliktpunkte.
  • Übertreibungen: Auf Wunsch zeigen die Pole, was aus einer Stärke wird, wenn sie übertrieben wird.
  • Vorlagen: eine Person sowie Team oder zwei Menschen im Gespräch.
  • Mehrere Bilder: etwa der heutige Stand und eine Vereinbarung im Team; das Protokoll zeigt die Veränderungen.
  • Speichern und Export: Speichern als Datei, Protokoll zum Drucken, Export als PDF, PowerPoint, LibreOffice Impress, Visio, SVG, PNG und als Tabelle für Excel.

Der Editor läuft vollständig in Ihrem Browser und überträgt keine Daten. Einschätzungen über andere Menschen halten Sie bitte nur mit deren Einverständnis fest. Der Editor ist kostenlos und steht als freie Software unter der GPL zur Verfügung: Riemann-Thomann-Editor im Browser öffnen.

Das Riemann-Thomann-Kreuz dient im Coaching als Reflexions- und Gesprächsmodell über Grundbedürfnisse, nicht als Persönlichkeitsdiagnose. Coaching ersetzt keine Psychotherapie.

Fazit

Wer die Bedürfnisse hinter einem Verhalten kennt, kann Unterschiede als Ergänzung sehen statt als Störung. Wenn Sie Konflikte im Team klären oder die Zusammenarbeit stärken möchten, unterstütze ich Sie gern im Konfliktmanagement und in der Teamentwicklung. Sprechen Sie mich im kostenfreien Erstgespräch an.

Quellen: Riemann, F. (1961): Grundformen der Angst. München: Reinhardt. – Thomann, C.; Schulz von Thun, F. (1988): Klärungshilfe. Reinbek: Rowohlt. – Schulz von Thun, F. (1989): Miteinander reden 2. Stile, Werte und Persönlichkeitsentwicklung. Reinbek: Rowohlt.

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