Dieser Beitrag wurde mit dem KI-Assistenten Claude erstellt und von Peter Hoenig veröffentlicht.

Wofür stehe ich morgens gern auf? Diese Frage stellen sich viele Menschen, wenn sie beruflich neu anfangen, eine Familienphase abschließen oder vor dem Ruhestand stehen. Das japanische Wort „Ikigai“ bedeutet ungefähr „das, wofür es sich zu leben lohnt“. Im Coaching ist dazu ein Schaubild aus vier Kreisen verbreitet, das hilft, die eigenen Antworten zu ordnen – und Ideen zu finden, wie mehr davon in den Alltag kommt.
Auf einen Blick
- Das Vier-Kreise-Bild fragt: Was ich liebe, was ich gut kann, was die Welt braucht und wofür ich bezahlt werden kann.
- Wo sich zwei Kreise überschneiden, liegen Leidenschaft, Mission, Berufung und Beruf – in der Mitte das Ikigai.
- In Japan sind mit Ikigai oft auch die kleinen Freuden des Alltags gemeint, nicht nur der große Lebenssinn.
- Der kostenlose Ikigai-Editor ordnet Ihre Antworten in die Kreise, prüft Ideen und hält Ikigai-Satz und nächste Schritte fest.
Ziel der Methode
Das Ikigai-Bild lädt dazu ein, vier Fragen getrennt zu beantworten und dann zu schauen, wo die Antworten zusammenkommen. Spannend sind gerade die Lücken: Was ich liebe und gut kann, ohne dass jemand dafür bezahlt, ist eine Leidenschaft – vielleicht ein Hobby, vielleicht ein künftiges Angebot. Was ich gut kann und wofür ich bezahlt werde, ohne dass ich es liebe, ist ein Beruf – solide, aber vielleicht nicht erfüllend. Welche Schnittmengen sind gut gefüllt, welche leer? Und welche Idee würde mehrere Kreise zugleich stärken?
Die Mitte ist übrigens oft leer. Das ist kein Mangel, sondern ein guter Ausgangspunkt für das Gespräch. Im Coaching nutze ich das Bild vor allem bei beruflicher Neuorientierung und bei der Frage, wie ein Lebensabschnitt sinnvoll gestaltet werden kann. Für Teams und Unternehmen eignet es sich als Einstieg in Vision und Mission: Was lieben wir, was können wir gut, was brauchen unsere Kunden, wofür bezahlt man uns?
Woher die Methode kommt
Die japanische Psychiaterin Mieko Kamiya hat sich 1966 in einem viel beachteten Buch mit dem Ikigai befasst. Der Hirnforscher Ken Mogi betont, dass Ikigai auch in kleinen Dingen liegt – im Morgenkaffee, im Gespräch mit Nachbarn, in der gut gemachten Arbeit. Das Vier-Kreise-Bild ist dagegen eine westliche Darstellung: Es geht auf ein Schaubild des Spaniers Andrés Zuzunaga zurück und wurde 2014 von dem Unternehmer und Blogger Marc Winn mit dem Begriff Ikigai verbunden. Seitdem ist es im Coaching weit verbreitet. Das sollte man wissen – das Bild ist ein hilfreiches Gesprächsmodell, aber keine japanische Lehre.
So wird mit dem Ikigai-Bild gearbeitet
- Sammeln: Zu jedem der vier Kreise Antworten notieren – ohne zu bewerten. Leitfragen helfen.
- Verbinden: Antworten, die zu mehreren Kreisen passen, in die passende Schnittmenge legen.
- Hinschauen: Welche Bereiche sind gefüllt, welche leer? Was fällt auf?
- Ideen prüfen: Mögliche Schritte oder Optionen danach bewerten, wie stark sie jeden Kreis treffen.
- Einschätzen: Wie erfüllt ist jeder Kreis heute, wie soll er sein?
- Festhalten: einen persönlichen Ikigai-Satz formulieren und kleine nächste Schritte vereinbaren.
Mit dem Ikigai-Editor arbeiten
- Vier Kreise und ihre Schnittmengen: Kärtchen links eintragen oder direkt ins Bild setzen. Wohin ein Kärtchen gehört, ergibt sich aus seiner Lage; beim Ziehen zeigt ein Schild den Bereich an.
- Kleine Freuden und Parkplatz: ein Kasten für die kleinen Freuden im Alltag und einer für Gedanken, die noch keinen Platz haben.
- Ideen und Optionen: Ideen je Kreis mit 0 bis 5 Punkten bewerten; der Editor legt sie auf Wunsch in den passenden Bereich.
- Ikigai-Check: je Kreis „heute“ und „gewünscht“ von 0 bis 10 – mit Hinweis auf den größten Abstand.
- Mehrere Bilder: etwa „Heute“ und „In drei Jahren“; das Protokoll zeigt, was neu ist, was sich verschoben hat und was wegfällt.
- Vorlagen: persönliches Ikigai sowie Organisation oder Team. Bezeichnungen, Leitfragen und Farben sind frei änderbar.
- Speichern und Export: Speichern als Datei, Protokoll zum Drucken, Export als PDF, PowerPoint, LibreOffice Impress, Visio, SVG, PNG und als Tabelle für Excel.
Der Editor läuft vollständig in Ihrem Browser und überträgt keine Daten. Er ist kostenlos und steht als freie Software unter der GPL zur Verfügung: Ikigai-Editor im Browser öffnen.
Das Ikigai-Bild dient im Coaching als Reflexions- und Gesprächsmodell, nicht als Diagnoseinstrument. Coaching ersetzt keine Psychotherapie.
Fazit
Das Ikigai-Bild ersetzt keine Lebensentscheidung – aber es hilft, die richtigen Fragen zu stellen und die eigenen Antworten zu sortieren. Wenn Sie vor einer beruflichen Neuorientierung stehen, begleite ich Sie gern im Personal Coaching. Sprechen Sie mich im kostenfreien Erstgespräch an.
Quellen: Kamiya, M. (1966): Ikigai ni tsuite (Über das Ikigai). Tokio: Misuzu Shobō. – Mogi, K. (2017): The Little Book of Ikigai. London: Quercus. – Winn, M. (2014): What's your Ikigai? Blogbeitrag, The View Inside Me.
Weiterdenken
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