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Architekturmanagement: Reifegradcheck und IT-Erhebung

Zwei kostenlose Fragebögen für den Einstieg ins Architekturmanagement: ein Reifegradcheck in zehn Bereichen und ein Erhebungsbogen für IT-Systeme.

Von Peter Hoenig · · aktualisiert am · 3 Min. Lesezeit

Dieser Beitrag wurde mit dem KI-Assistenten Claude erstellt und von Peter Hoenig veröffentlicht.

Netzdiagramm des EAM-Reifegradchecks mit zehn Bereichen, heutiger Einschätzung als Fläche und gewünschtem Stand als gestrichelte Linie für einen fiktiven Beispielbetrieb

Architekturmanagement klingt nach Großunternehmen mit eigener Abteilung. Dabei stellen sich die Grundfragen in jedem kleinen und mittleren Unternehmen: Welche IT-Systeme haben wir eigentlich? Wer ist dafür verantwortlich? Welche Abläufe hängen daran, und was passiert, wenn eines ausfällt? Bevor man Werkzeuge einführt, lohnt eine ehrliche Standortbestimmung – und eine gemeinsame Bestandsaufnahme. Dafür habe ich zwei Fragebögen entwickelt.

Auf einen Blick

  • Der EAM-Reifegradcheck ist eine Selbsteinschätzung in zehn Bereichen, heute und gewünscht.
  • Er zeigt das Ergebnis als Netzdiagramm und nennt die drei Bereiche mit dem größten Hebel – mit Empfehlungen für den Einstieg.
  • Der IT-Erhebungsbogen hilft Fachbereichen und Systemverantwortlichen, ihre IT-Systeme strukturiert zu beschreiben.
  • Beide Bögen sind kostenlos, laufen im Browser und lassen sich in meinen 8EM-Modeller übernehmen.

Der EAM-Reifegradcheck

Der Reifegradcheck fragt nach zehn Bereichen, die sich an meinem 8-Ebenen-Modell orientieren: Ziele und Strategiebezug, Fähigkeiten und Wertströme, Prozesse und Organisation, Daten und Begriffe, Anwendungslandschaft, Technologie und Standards, Schnittstellen und Integration, Entscheidungen und Governance, Planung und Umsetzung sowie Menschen, Beteiligung und Nutzen. Je Bereich gibt es drei Aussagen, in der Kurzfassung eine. Sie schätzen jeweils ein, wie sehr die Aussage heute zutrifft – von „gar nicht“ bis „vollständig“ – und auf Wunsch, wie es sein soll.

Das Ergebnis zeigt ein Netzdiagramm mit „heute“ und „gewünscht“, eine Tabelle mit einer Einordnung je Bereich – von „kaum vorhanden“ bis „gelebt und laufend verbessert“ – und die drei Bereiche, in denen der Abstand am größten ist, jeweils mit einer Empfehlung für einen ersten Schritt. Gut geeignet ist der Check auch für eine kleine Runde aus Geschäftsleitung, IT und Fachbereichen: Wo die Einschätzungen auseinanderliegen, beginnt das eigentliche Gespräch.

Die Stufung lehnt sich an die übliche Gliederung von Reifegradmodellen an; Aussagen und Empfehlungen sind eigene Formulierungen. Der Bogen ist eine Selbsteinschätzung und nicht wissenschaftlich validiert. EAM-Reifegradcheck im Browser öffnen.

Der IT-Erhebungsbogen

Wer die IT-Landschaft verstehen will, muss die Menschen fragen, die täglich damit arbeiten. Der Erhebungsbogen richtet sich an Fachbereiche und Systemverantwortliche. Für jedes IT-System gibt es einen eigenen Reiter mit:

  • Steckbrief: Name, Zweck, Art, Hersteller bzw. Produkt, Standardisierung (Eigenentwicklung oder Kauflösung) und wo das System läuft – im eigenen Haus oder bei welchem Anbieter.
  • Lebenszyklus: je Phase ein Datum – von der Idee über Projekt, Einführung und Betrieb bis zur Abschaltung. Die aktuelle Phase ergibt sich daraus.
  • Verantwortung und Nutzung: Wer betreut das System fachlich und technisch, welche Abteilungen sind verantwortlich, wer nutzt es?
  • Daten: Welche Daten pflegt das System selbst, welche liest es nur, sind personenbezogene Daten dabei?
  • Betrieb und Notfall: tolerierbare Ausfallzeit und tolerierbarer Datenverlust, vorhandene Notfallpläne.
  • Schnittstellen: Mit welchen Systemen werden Daten ausgetauscht – auch von Hand? Je Schnittstelle die Richtung (sendet oder empfängt) und der Status, etwa „in Planung“ oder „im Betrieb“.
  • Kosten: Lizenzen, Wartung, Betrieb und Anschaffung, soweit bekannt.
  • Einschätzung: fachlicher Wert und technischer Zustand nach denselben Kriterien wie im Anwendungsportfolio.

Am Ende steht eine Zusammenfassung. Der Bogen lässt sich zwischenspeichern, drucken und als Datei weitergeben. IT-Erhebungsbogen im Browser öffnen.

Zusammenspiel mit dem 8EM-Modeller

Beide Bögen funktionieren eigenständig. Wer mit meinem 8EM-Modeller arbeitet, kann sie aber auch direkt daraus öffnen: Der Erhebungsbogen bekommt dann die schon bekannten IT-Systeme vorbelegt, und die Antworten fließen auf Knopfdruck ins Modell – neue IT-Systeme, Verantwortliche, Schnittstellen und Bewertungen. Das Ergebnis des Reifegradchecks erscheint im Modeller neben Kennzeichen, die sich aus dem Modell selbst ergeben, etwa wie viele IT-Systeme schon bewertet sind.

Beide Bögen laufen vollständig in Ihrem Browser und übertragen keine Daten an mich oder Dritte; die Ergebnisse speichern Sie als Datei auf Ihrem Rechner. Sie sind kostenlos und stehen als freie Software unter der GPL zur Verfügung.

Der Reifegradcheck ist eine Selbsteinschätzung zur Orientierung, kein Audit und keine Zertifizierung.

Fazit

Eine ehrliche Standortbestimmung und eine gemeinsame Bestandsaufnahme sind der beste Einstieg ins Architekturmanagement – ganz ohne großes Werkzeug. Wenn Sie wissen möchten, welche nächsten Schritte für Ihr Unternehmen sinnvoll sind, unterstütze ich Sie gern im Enterprise-Architekturmanagement. Mehr zum Thema lesen Sie im Beitrag Warum KMU nicht auf Enterprise-Architekturmanagement verzichten sollten. Sprechen Sie mich im kostenfreien Erstgespräch an.

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